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Fürchte dich nicht, ich verurteile dich nicht! – Weg aus dem Schmerz der Abtreibung

Heilungs-, Neuevangelisierungs-, Missionswochenende

in der Gemeinschaft Emmanuel in Ungarn

                                 Grundlage unseres Programms ist die Enzyklika Evangelium Vitae, vom Hl. Johannes Paul II. (Kapitel IV. Punkt, 99. Absatz 3.), an diejenigen, die eine Abtreibung erlitten haben.

 Abtreibung ist eine Tat gegen das Leben                                 

Das Leben ist heilig, von der ersten bis zur letzten Minute. Der empfangene Embryo ist eine Person, wird zum Menschen, lebt und wächst, wenn man es zulässt. Ob jemand darüber Bescheid weiß oder nicht, dass Abtreibung eine Sünde ist, kann es nachher die gleichen körperlichen-geistlichen Probleme verursachen. Scham, Schuldbewusstsein, geistliche Traurigkeit – all das hängt nicht von der Religiosität ab.

Was sind die typischen Symptome nach der Abtreibung?

Postabortus Symptomengruppe ist mit einem steckengebliebenen Trauerprozess zu vergleichen. Besonders schmerzhaft wird es dadurch, dass hier Verursacher und Erleidender des Verlustes die gleiche Person ist.

Es gibt verschiedene Symptome: Beklemmung, Wut, Zorn, Selbstbeschuldigung, verringerte Selbstschätzung, Fehlgeburt, Unfruchtbarkeit, Schlafstörungen, Abhängigkeiten (Alkohol, Drogen) Depressionen, Suizidgedanken. Nach dem Schwangerschaftsabbruch gehen 70% der Paarbeziehungen zugrunde.

Durch die barmherzige Liebe Jesu gibt es Heilung

Eine Zeit lang kann man die Stimmen des Herzens verstummen, das kann sogar Jahrzehnte dauern, eine Krise des Lebens bringt aber die für vergessen gehaltene Trauma hervor: eine Schwangerschaft, Geburt, Fehlgeburt, Klimax, Trauer, Scheidung, Krankheit, Unfall…Dann bricht der Schmerz mit elementarer Kraft hervor. Im Herzen der Frau erwachen Wut und Anklage gegen alle, die sie überredet hatten, die in ihrer schweren Situation nicht geholten hatten. Ihr schmerzt, dass damals keiner gesagt hatte: „Tu das nicht!!”. Ein Vorwurf an Gott ist auch nicht selten: „wenn er mich liebt, warum hat er das in meinem Leben nicht verhindert?”.

Früchte der Wochenenden:

Unsere Teilnehmer machen die Erfahrung, dass es Heilung gibt, dass ein Neubeginn selbst in dieser beschämenden, tabuisierten Situation möglich ist. Auf die Versöhnung mit Gott, mit den anderen, mit sich selber kann eine Erneuerung im Glauben folgen. Deshalb ist die regelmäßige Religionspraxis keine Voraussetzung der Teilnahme. Bekenntnisse einiger Teilnehmer:

  • „Nach meiner Abtreibung war ich unfähig, meine Prüfungen an der Hochschule abzulegen. Ich gab es auf. Ich wurde mit Depression behandelt, doch blieb die Selbstkasteiung. Jetzt meldete ich mich wieder zu einer – zwar anderen – Ausbildung, die mich interessiert. Hoffentlich werde ich nun nicht vor der Prüfung zurückweichen.”
  • „Ich hielt mich selber für nicht geeignet, die meiner Qualifikation entsprechende Arbeit zu übernehmen. Stattdessen arbeitete ich als Assistentin. Jetzt bin ich schon Ärztin und kann anderen helfen.”
  • „Zuerst fürchtete ich mich, meinen Töchtern zu sagen, dass sie noch Geschwistern haben könnten. Ich hatte Angst, sie würden mich deswegen abschätzen, verurteilen. Ich bat sie, nie zu tun, was ich getan hatte, sollten sie in Schwierigkeiten geraten, werde ich ihnen helfen. Ich will nicht behaupten, dass sie mich gelobt hätten, jedoch wurde unsere Beziehung aufrichtiger.”
  • „Mit 40 Jahren fing ich mit dem Religionsunterricht an und nahm die Erstkommunion.”
  • „Ich fand „den Richtigen”, wir haben uns kirchlich getraut. Die Frustration, das Gefühl von „alles ist eins“ ist weg. Anders, als das Zusammenleben, das nur für den aktuellen Tag gilt. Man kann auf den anderen rechnen. Das gibt ein Gefühl der Sicherheit.”
  • „Aus zwei verschiedenen Beziehungen habe ich zwei Söhne im Teenager-Alter. Mit meinem jetzigen Lebensgefährten leben wir sein 5 Jahren zusammen, doch kam das ersehnte Kind nicht. Ich meinte, das Schicksal hätte mich gestraft, weil ich in meiner Jugend die kleinen Ankömmlinge nicht aufgenommen hatte. Nach dem Wochenende habe ich mit 42 Jahren meine Tochter empfangen. Wir sind glücklich.”

 Die Einkehrtage werden geführt durch Maria Kovács-Treer, Mentalhygiene-Seelsorgerin und Ferenc Kovács, Diakon, Mitglieder der Jesus Brüderschaft der GEMEINSCHAFT EMMANUEL

Webseite: www.abortusz-nefeljnemitellekel.hu e-mail: nefeljnemitellekel@gmail.com

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